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Corona – 7 Wochen Zuversicht

Ein kleiner Virus, für das Auge nicht sichtbar, verändert zurzeit die ganze Welt. In Deutschland wurden die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen, die Gelände der Universitäten dürfen nicht mehr betreten werden und viele Arbeitende wurden ins Homeoffice geschickt. Viele Freizeitmöglichkeiten dürfen nicht mehr wahrgenommen werden und die für Studierende fast überlebenswichtige Pasta ist ausverkauft. Was also tun?

Abstand als Ausdruck der Fürsorge

In der Kirche geht es uns oft um die Gemeinschaft. Christen wollen zusammenkommen und gemeinsam beten, singen oder reden. Wir wollen uns gerade in schweren Zeiten gegenseitig unterstützen und unter die Arme greifen. Doch gerade das sollen wir, zumindest im wörtlichen Sinn, nun nicht mehr tun. Vorerst sollen wir uns auf unbestimmte Zeit- soweit es geht- abschotten und unseren Alltag der Gemeinschaft in einen Alltag der Zurückgezogenheit umwandeln. Homeoffice ist nun nicht mehr nur ein Wort das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch Studierende und Schülerinnen und Schüler nutzen. Soviel wie möglich wird in die eigenen vier Wände verlegt.

Doch mittlerweile gibt es verschiedene Angebote der Kirchen, die trotz social distancing Gemeinschaft ermöglichen. So stellen z.B. viele Menschen abends zwischen 19:45 und 20 Uhr eine Kerze in ein Fenster, um ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität zu setzen. Wer mag, darf sich dieser Aktion gerne anschließen und das Licht als Zeichen des Lebens, als Zeichen unseres Gottes, im Fenster scheinen lassen.

social distancing – neue Wege des Zusammenseins

Social distancing passt so gar nicht in unsere Zeit, in der jedes Treffen mit Freundinnen und Freunden gleich in den sozialen Medien geteilt wird. Doch um uns und unsere Liebsten zu schützen sollten wir uns jetzt zurückziehen und jeden nicht unbedingt notwendigen Kontakt meiden. Auf diese Weise wird die Verbreitung des Virus verlangsamt und wir schützen uns und alle in unserem Umfeld. Doch hat dieses Abstand halten vielleicht auch etwas Gutes? Können wir daraus etwas lernen?

In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass wir uns nun nicht mehr draußen treffen, jedoch haben Telefonate und Videoanrufe zugenommen. Auf einmal nimmt man sich wieder Zeit auch mit denen in Kontakt zu treten, die weiter weg wohnen und die man vielleicht nicht so oft sieht. Für mich ist dies etwas Positives, was ich auf jeden Fall auch nach der Pandemie versuchen möchte aufrecht zu erhalten.

Nichtstun als Chance

Während meiner Kindergartenzeit hat mein Vater mir häufig gesagt, dass Langeweile die Kreativität fördere. Verstanden habe ich das nicht. Doch jetzt, wo auf einmal der Terminkalender leer ist und fast alle Termine der nächsten Wochen auf unbestimmte Zeit verschoben worden sind, fange ich an zu verstehen, was gemeint ist. Auf einmal ist Zeit da mich mit Dingen zu beschäftigen, die vorher zu kurz gekommen sind. Deswegen habe ich mich dazu entschieden diese Zeit dafür zu nutzen mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken und kleine Kindheitsträume, wie das Zeichnen lernen, für mich zu verwirklichen.

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von

Anna-Lena Steuckart, 1999 geboren in Bad Kreuznach und dort aufgewachsen. Während der Schulzeit habe ich ein Auslandsjahr in Spanien gemacht und seit meinem Abitur im März 2018 studiere ich Evangelischen Theologie in Wuppertal. Neben Theologie studiere ich seit dem Wintersemester 2018/19 Informatik an der Universität in Wuppertal. Seit 2020 bin ich für meine.ekir.de zuständig.

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