Alle Artikel in: Studium

Theologiestudium?! – good to know

Bald beginnt wieder ein neues Semester und wieder überlegen sich einige ein Studium der Theologie mit dem Ziel Pfarramt zu beginnen. Dabei stellen sich schon vor Beginn des Studiums einige Fragen: Auf welche Hochschule soll ich gehen? Woher weiß ich, wo ich mich zu melden habe? Wie finde ich eine Wohnung? Hier möchte ich einige Fragen beantworten und bin offen für neue Fragen, die ihr mir gerne unten in den Kommentaren oder privat per Mail stellen könnt.

Uni@home

Die erste Woche Uni@home ist vorbei und ich kann sagen: mein Kaffeekonsum hat drastisch zugenommen! Diese Woche war es noch etwas ungewohnt nicht mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen im Hörsaal sitzen zu können und stattdessen in den eigenen vier Wänden Vorlesungen zu besuchen, doch daran werde ich mich bestimmt gewöhnen.

In zwei Welten zu Hause

„Hast du schon ein Ergebnis für die Aufgabe mit der Taylorformel?“ Ich bin Anna-Lena  und ich studiere Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Nach meinem ersten Semester in Theologie habe ich gemerkt, dass mir etwas fehlt und so habe ich angefangen neben Theologie auch Informatik zu studieren. Seitdem bin ich in zwei Welten zu Hause. Nach einer Vorlesung der Systematischen Theologie geht es für mich in eine Mathevorlesung, in der ich meine Freunde aus der mathematischen Fakultät treffe. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Studienfächer nicht viel miteinander zu tun zu haben, doch wenn ich zuerst eine Theologie Vorlesung über Gottfried Leibniz gehört habe und daraufhin in meiner Mathevorlesung eine Gleichung von ihm lerne, finde ich doch wieder Gemeinsamkeiten. Spannend ist es auch zu beobachten, wie unterschiedlich meine Freundeskreise in den beiden Fächern sind. In beiden Fällen sind es zwar die Studienfächer und andere Gemeinsamkeiten, die uns als Gruppe zusammenschweißen, allerdings fällt mir immer wieder auf, wie unterschiedlich Menschen denken, die verschiedene Fächer studieren. Während meine Kommilitoninnen und Kommilitonen der Theologie häufig erst an …

Ökumenisches Studienjahr in Beirut

In Beirut begegnen sich Ost und West, Orient und Okzident so intensiv wie an wenigen anderen Orten. Das Land ist weltoffen und gleichzeitig Rückzugsgebiet für verschiedene christliche und muslimische Gruppen.Die Near East School of Theology (NEST) ist eine kleine, kirchliche Hochschule evangelischer Prägung mit ökumenischen Kontakten in der gesamten Mittelostregion. Ihr akademisches Programm umfasst Theologie und Religionspädagogik. Bei einem Studium könnt ihr  das nahöstliche Christentum, die dortigen Kirchen und ihre islamische Umgebung kennen lernen.

Interreligiöses Studienprogramm in Japan

In Japan bietet das NCC Center for the Study of Japanese Religions die Möglichkeit für ein englischsprachiges Studienprogramm. In einer Situation, in der Christinnen und Christen immer schon in einem multireligiösen Kontext gelebt haben, entstanden aufgrund dieser gesellschaftlichen Situation theologische Institute, die sich besonders mit dem interreligiösen Dialog befassen und Kontakte zu Vertreter/innen anderer Religionen pflegen. Diese Institute möchten Ökumene verwirklichen. Sie bieten Interessenten aus aller Welt die Weitergabe ihres Wissens und die Möglichkeit, in einem interreligiösen Umfeld Erfahrungen zu sammeln. Dazu gehört auch, sich Kenntnisse darüber anzueignen, wie interreligiöses und ökumenisches Lernen gestaltet und ein interreligiöser Dialog sinnvoll geführt werden kann.

Examen-Theologiestudium-Vikariat-Grundschule-Luca Bergfelder

Ein wunderbarer Tausch

Geschafft! War es tatsächlich Erleichterung oder eher Müdigkeit, die auf den Gesichtern der Examenskandidaten abzulesen war, als es endlich hieß: Die mündlichen Prüfungen sind zu Ende. Und viel wichtiger: Es haben alle bestanden. Ich jedenfalls hatte den Eindruck, dass die Worte zwar in unsere Ohren gelangten, aber bis in unser Bewusstsein drangen sie nicht sofort durch. Erst jetzt, nach drei Wochen hochverdientem Urlaub mit anschließender Wohnungssuche, Autokauf und meinem Arbeitsbeginn als Vikar, setzt sich bei mir die Erkenntnis so langsam durch. Völlig angekommen im Neocortex wird sie wohl erst sein, wenn ich bald tatsächlich vor den Schülern und -schülerinnen an der Grundschule stehe, an der ich mein Schulviakriat verbringen werde, und dort mit den Konditorfähigkeiten, die ich mir fürs Examen aneignen musste, erstmal ganz kleine Brötchen backe. Aber noch geht mein Kopf immer wieder die zurück liegende Zeit durch: Ich denke an die drei Klausuren im Januar und dass damit das Schlimmste schon überstanden war. Die acht Wochen zwischen den Klausuren und den fünf mündlichen Prüfungen war jedenfalls deutlich entspannter und schlafreicher als die Wochen …

Auf ins Pfarramt

Die Anspannungen in den Gängen des Landeskirchenamtes in Düsseldorf waren in den letzten beiden Tagen geradezu spürbar: Studierende, Vikarinnnen und Vikare und eine ganze Reihe Prüferinnen und Prüfer für all die verschiedenen Fächer der theologischen Ausbildung waren hier unterwegs. Wie es ausgegangen ist, erfahrt hier hier.

Ein Netz aus Freundschaften

“Du bist doch eine Freundin von…?” ist erfahrungsgemäß ein Satz, der unter Theologiestudierenden häufiger fällt, wenn sie aus verschiedenen Orten zusammen kommen. Irgendwer ist immer dabei, der in der gleichen Stadt studiert, wie jemand, den ich kenne. So war es auch beim Examenstag der Landeskirche vor einigen Wochen, als lauter Theologiestudierende zusammen kamen, um sich alle wichtigen Infos zum Examen zu holen. Alle Namen der 16 TeilnehmerInnen waren mir bereits begegnet in den letzten Jahren. Mit manchen hatte ich selbst angefangen zu studieren, bevor sich die Wege dann trennten und jeder an unterschiedlichen Orten weiter studierte. Sogar eine ehemalige Mitbewohnerin aus dem Wohnheim war wieder dabei. Andere kannte ich durch die Frühjahrestagung der rheinischen Theologiestudierenden, wir hatten abends noch zusammengesessen und Karten gespielt. Wieder andere hatte ich auf dem Kirchentag kennen gelernt, wo wir mit einer gemeinsamen Freundin unterwegs gewesen waren. Aber auch mit denen, die ich nicht kannte, kam ich schnell ins Gespräch: Denn sie wiederum kannten auch wieder Kommiltoninnen und Kommilitonen, die wir beide kannten. Unkompliziert stellten wir einander vor und schon beim …

Abenteuer Examen – Bonuslevel entdeckt

Luca hat schon einige Abenteuer auf dem Weg zu seinem ersten Examen erlebt und ich bin gespannt, wie es ihm jetzt geht, da er wirklich mittendrin ist: Examens- und Predigtarbeit schreiben, Schwerpunktthemen vorbereiten, die anstehenden Klausuren nicht aus dem Blick verlieren. Auf meinem Weg nach Wuppertal werden in mir die eigenen Erfahrungen dieser Zeit wach: all die Anspannung, der Druck, die Sorgen und Ängste, der Wunsch, dass es endlich vorbei ist. Und dann sitzt er da vor mir und beginnt gleich zu erzählen. Von seiner Examensarbeit und der Theologie der Ostasienmission. Von Quellentexten und Japan. In seinen Augen beginnt es zu leuchten und man kann spüren, wie sehr ihn das Thema seiner Arbeit begeistert hat.  „Es war super toll“, strahlt er, „die Gedanken sind einfach geflossen“. Zwölf Wochen hatte Luca Zeit das Thema, das er mit seinem Heidelberger Professor gesucht und gefunden hatte zu bearbeiten. Die Quellen dafür fand er im Archiv der Vereinten Evangelischen Mission, nur einen kurzen Fußweg von seinem Arbeitsplatz in der Hochschulbibliothek am Theologischen Zentrum in Wuppertal entfernt. „Ich konnte zwölf …