Alle Artikel in: Vikariat

Neue Vikarinnen und Vikare in der EKiR berufen

Fünfzehn neue Vikarinnen und Vikare konnte Präses Manfred Rekowski am 27. Oktober 2019 in der Gemarker Kirche in Wuppertal willkommen heißen. Sie haben am 01.10. mit ihrem kirchlichen Vorbereitungsdienst zum Pfarramt begonnen. Unter Anleitung ihrer Mentorinnen und Mentoren sowie des Pädagogischen Instituts Villigst und des Seminars für pastorale Ausbildung Wuppertal werden Sie den Pfarrberuf erlernen. Wir freuen uns sehr, dass sich diese jungen Menschen für das Evangelium und unsere Kirche engagieren möchten und erbitten für sie den reichen Segen unseres Gottes.

Gottes Segen und guten Start ins Vikariat!

“Zur Freiheit hat uns Christus befreit!” Über dieses Paulus-Wort hat Präses Manfred Rekowski im Begrüßungsgottesdienst für die neuen Vikarinnen und Vikare gepredigt. “Wer mit Gott zu tun bekommt, bekommt es mit dem Befreier zu tun”, erklärte der Präses in der Gemarker Kirche in Wuppertal. Weiter sagte er dem theologischen Nachwuchs: “Seien Sie sich der Unterstützung durch Ihre Landeskirche gewiss und erinnern Sie sich daran, dass Christus Sie zur Freiheit befreit hat!”7

Kein schöner Land

Sieben Monate dauert mein Vikariat jetzt schon. Sieben Monate! Es kommt mir vor, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Das Lehrerpult in der Grundschule trägt inzwischen meine „Note“. Kanzel, und seit dem Abendmahl am Ewigkeitssonntag auch der Altar, sind mir von bestaunenswerten Schmuck-Stücken zu verlässlichen Arbeits-Plätzen geworden. Die Schlüssel für die Hauptkirche und das Gemeindehaus baumeln wie selbstverständlich neben denen für Garage und Wohnungstür an meinem Schlüsselbund. Und den Fahrradweg von zu Hause in die Gemeinde könnte ich inzwischen blind fahren. Tja, so schnell gewöhnt man sich an den Vikars-Alltag. Wobei ich natürlich auch herzlichst aufgenommen wurde von Kirchens. Noch immer höre ich manchmal Gottesdienstbesucher aus den Bänken tuscheln: „Wie schön! Das ist ja mal ein junger Pfarrer!“ Aber ist die neue Herausfoderung wirklich schon völlig zur „Gewöhnung“ verkommen? Es drücken doch noch immer einige Steinchen in meinen neuen Schuhen. Bin ich in der Grundschule eher Teil des Kollegiums oder eher willkommener Besucher? Bin ich im Konfi-Unterricht ein zu jung ausgefallener Pfaffe oder ein zu alt ausgefallener Jugendlicher? Wieviel Exegese kann ich oder muss …

Vikarin unterwegs – zu Gast in einer rheinischen Kirche

“♫ Mein Hut, der hat drei Ecken,… ♪”  – wie gut man mit diesem kleinen Lied ein paar Worte Deutsch lernen kann.  An jenem Abend sitzen zehn rheinische Frauen in einem Bungalow um Schokolade, Chips und Haribo herum beinander. Neun Frauen aus der rheinischen Kirche von Südafrika und eine aus der rheinischen Kirche in Deutschland. So vieles verbindet uns. So vieles unterscheidet uns. So viel gemeinsame Geschichte. So viel getrennte Geschichte. Und heute, an diesem Samstagabend, knapp 100 km von Kapstadt entfernt: alles zusammen. Vergangenheit, Zukunft? Gegenwart! Einst war es so, dass die „Rynse Kerk van Suid Afrika“ von rheinischen Missionaren gegründet wurde. Seit vielen Jahren ist sie eine selbstständige Kirche. Die Partnerschaft wird seit kurzem wieder neu entdeckt. Auch von mir. Und so bin ich zur Konferenz der rheinischen Frauen in Südafrika gefahren. Insgesamt 90 Frauen sind aus den verschiedenen Gemeinden hier zusammengekommen. Es ist unglaublich spannend. Wir reden über das Buch Ruth und warum es ein Aufhänger für die Probleme von Frauen ist, die sich aus dem jeweiligen Familienstand ergeben. Darüber habe ich …

Ein Gottesdienst zur Begrüßung

Zehn Vikarinnen und Vikare sind in diesem Frühjahr in ihren Vorbereitungsdienst gestartet. Eine Woche Seminar in Villigst und ein erster Einblick ins Schulvikariat liegen schon hinter ihnen. In der Gemarker Kirche in Wuppertal sind sie nun mit einem Gottesdienst begrüßt worden, den Kirchenrat Dr. Volker Lehnert gemeinsam mit Julia-Rebecca Riedel und Marie-Anne Halim von der Vikarsvertretung und Pfarrerin Carolin Reichart vom Seminar für pastorale Ausbildung in Wuppertal gestaltet hat. Auch wir sagen herzlich Willkommen in Eurem Dienst und Gottes Segen für Eure ersten Schritte als Seelsorger, Predigerinnen und in so vielen verschiedenen Aufgabenbereichen. Fotos: Daniel Schmitt

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Ein ganz besonderer Karfreitag

Mit dem Beginn des Vikariats beginnt eine Zeit, in der man immer wieder etwas zum ersten Mal machen darf. Für Julia-Rebecca Riedel war gerade wieder solche ein Gelegenheit. Sie ist Vikarin am Altenberger Dom und der WDR hat sie für die Aktuelle Stunde mit der Kamera bei ihrem ersten Gottesdienst am Karfreitag begleitet. Keine leichte Aufgabe an einem Tag, der so wichtig ist in der theologischen Dramaturgie der Kar- und Osterzeit und bei dem es um etwas geht, für das es nicht immer leicht ist die richtigen Worte zu finden. Julia hat es aber geschafft.

Auf ins Pfarramt

Die Anspannungen in den Gängen des Landeskirchenamtes in Düsseldorf waren in den letzten beiden Tagen geradezu spürbar: Studierende, Vikarinnnen und Vikare und eine ganze Reihe Prüferinnen und Prüfer für all die verschiedenen Fächer der theologischen Ausbildung waren hier unterwegs. Wie es ausgegangen ist, erfahrt hier hier.

Mit Segen ins Vikariat

Zweimal im Jahr beginnt ein neuer Vikariatskurs der Evangelischen Landeskirchen im Rheinland, in Westfalen, in Lippe und der Reformierten Kirche. Aus der EKiR sind es in diesem Jahr sieben Nachwuchtheologinnen und -theologen, die gerade ihre erste Theologische Prüfung abgelegt haben und mit einem Gottesdienst in der Gemarker Kirche in Wuppertal begrüßt wurden.

Von dicken Ordnern und vielen Schildern

Der Ordner ist voll. Hinten drauf steht „Gottesdienste“ und darin sind Predigten und Trauungen,  Kinder- und Krabbelgottesdiensten, Familien- und Schulgottesdienste, Beerdigungen und ein Konfirmationsgottesdienst, Altenheim- und Weihnachtsgottesdienste. Es sind viele Gedanken und Worte. Das meiste ist von mir, anderes war Teamarbeit. In einem Jahr Vikariat passiert so viel, manchmal kommt man kaum hinterher alles in die Ordner zu sortieren, geschweige denn zu verarbeiten. An den Ordnern vorbei fällt mein Blick auf das Namensschild aus dem Krankenhaus: Vikarin Marina Brilmayer Ev. Krankenhausseelsorge – so steht es darauf. Seit Oktober bin ich dort Vorbotin des Wochenendes: „Ach, es ist schon wieder Freitag und Sie sind wieder da!“, begrüßen mich jede Woche die Mitarbeiter an der Zentrale des Klinkums. Jeden Freitag arbeite ich dort als Krankenhausseelsorgerin und besuche die evangelischen Patientinnen und Patienten. Auf meinen Stationen begegne ich traurigen und frohen Patienten, einigen, die redselig sind und anderen, denen es die Sprache verschlagen hat. Manchmal gibt es Tränen, manchmal lachen wir. Ab und zu bete ich mit Patienten. Es ist das einzige Namenschild auf meinem Tisch. Aber eigentlich …